„Vier Gewinnt“ mit einem Ladyboy

Unsere Zeit auf Phuket und damit auch in Thailand neigt sich langsam dem Ende entgegen. Phuket war unsere letzte Station hier. Danach geht es weiter nach Malaysia, zunächst Kuala Lumpur. Ob wir in Malysia noch woanders Halt machen, wissen wir noch nicht. Wir sind erstmal gespannt auf die große Stadt.

Doch noch sind wir hier und wie wir es uns vorgenommen haben, fahren wir noch einmal zum Nai Harn Beach. Einen Zwischenstopp machen wir am Kata View Point, von dem aus man die 3 Buchten Patong Beach, Karon Beach und Kata Beach zusammen bewundern kann.

Am Strand von Nai Harn stürzen wir uns sofort in die Fluten. Das Wasser schimmert in einem schönen Grün, ist wunderbar klar und erfrischend kühl.

…..und es zwickt 😉

Thailand ist traumhaft, die Strände sind großartig, die Menschen freundlich, das Essen lecker. Ich lasse mir dieses tolle Land mit seinen gefühlt 100.000 schönen Ecken nicht durch die 2-malige Zwickerfahrung kaputt machen.

ABER: Ich würde nicht direkt an den Zwick-Wasser-Stränden Urlaub machen. Dazu gehören nun Karon Beach und Nai Harn Beach, was in beiden Fällen schade ist.

Karon Beach ist ein toller touristischer Ort, der ohne Stress alles zu bieten hat. Wer sich vielleicht ein Hotel mit Pool sucht oder dem das Zwicken egal ist…Karon ist trotzdem schön. (Und mit dem Moped ist man ruck zuck an jedem anderen Teil der Insel)

Nai Harn dagegen wäre bei mir in die engere Wahl gefallen, wenn man auf der Insel vielleicht etwas länger bleiben möchte. Hier gibt es hübsche kleine Häuschen zu mieten, die einem das Gefühl von „zu Hause im Urlaub“ geben könnten. Aber das fällt nun weg.

Der Strand ist trotzdem toll und ich kann wieder nicht aufhören Bilder zu machen.

Zurück im Hotel nehmen wir unsere Wäsche in Empfang, die wir hier ganz unkompliziert zum Waschen abgegeben haben. Der Wäscheservice im Hotel ist mit 70 THB/Kilo (ca 1,90 €) etwas teurer als draußen, wo es nur 50 THB/Kilo (ca 1,35 €) kostet. Dafür müssen wir die Wäsche nicht nach draußen tragen.

Ich als kleiner Kontrollfreak habe natürlich vor der Abgabe ein Bild von dem Sammelsurium an schmutziger Wäsche gemacht (keine Sorge, das müsst ihr euch nicht anschauen), um dann feststellen zu können, ob irgendjemand meine Unterhosen zu schön gefunden hat. Aber nein, es hat alles funktioniert und alle Sachen waren da. Quadratisch praktisch gut, haben wir sie dann wieder in entgegen nehmen können.

Nach dem Frisch machen, dass kennt ihr ja schon 😉 , sind wir wieder zur Vergnügungsmeile. Dort haben wir uns in eine Bar gesetzt, dem Treiben zugeschaut und uns ein Bierchen gegönnt. Da wir schon des Öfteren hier waren, die Mädels immer nett sind, entschließen wir uns, ihnen einfach ein Bier auszugeben.

….na das hat reingehauen…promt saßen die Mädels um uns herum fingen an zu quatschen und brachten dieses „4 Gewinnt-Spiel“ an und wollten uns, vorzugsweise mich, dazu nötigen, mit ihnen zu spielen.

Dazu 3 Anmerkungen…..

1. Dieses Spiel ist hier unheimlich beliebt. Man sieht es nicht nur in jeder Bar, sondern auch in den Hotelrezeptionen.

2. Ich habe dieses Spiel nie gespielt. (bis auf ein-, zwei Mal bei einer Schulfreundin)

3. Das Spiel wird in den Bars dazu benutzt, die (Entschuldigung) alten Männer zu verarschen und auszunehmen. Verlieren die nämlich, müssen sie Getränke kaufen, vorzugsweise Tequila-Shots, denn die sind besonders kostenintensiv, und kurbeln damit den Umsatz richtig an.

Ich war also seeehr skeptisch, habe die Mädels mit hochgezogener Augenbraue angeschaut und gefragt, was passieren würde, wenn ich verlöre… Da haben sie gelacht und gesagt, nichts, denn wir hätten ja schon was ausgegeben, hihihihi…..

Ich habe mich geziert und dann doch breitschlagen lassen. Also habe ich vollblutiger Anfänger gegen Profis, die jeden Abend in der Absicht, den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen, spielen, 4-Gewinnt gespielt und natürlich verloren. Boah haben die sich gefreut.

….und dann kam sie…oder er….oder, ach…..sagen wir sie. Man hat es gesehen, dass sie eigentlich ein er war, aber sie war so filigran, dass ich das durchgehen lasse. Die Stimme hat sie noch am ehesten als Ladyboy enttarnt. Sie fragte, ob ich gewonnen hätte, was ich natürlich lachend verneinen musste und hatte sie ab da in meinem Team. Sie war Vollprofi und hat ihre Kolleginnen abgezogen. Meine anfängliche Vermutung, dass dies Teil einer Show sei, um uns noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen hat sich nicht bestätigt. Es war tatsächlich so, dass sie dann allein gehen ihre 2 Kolleginnen gespielt hat, die zusammen krampfhaft versucht haben, sie zu besiegen.

Ich habe das für mich als einen Touristischen Ausflug und Besuch des „4-Gewinnt-Bootcamps“ verbucht.

Der Abend war so lustig und ich hatte so viel Spaß, dass ich echt vergessen habe Bilder zu machen. Das ist das Einzige, worüber ich mich wirklich ärgere.

Aber he… 4 Gewinnt mit einem Ladyboy….., wenn ich jetzt nicht in Thailand angekommen bin…. 😉

Später am Abend sind wir nochmal ins Illuzion ein bisschen tanzen gegangen. Das tolle an dieser Vergnügungsmeile und an den Clubs….Man ist nicht an Wochentage gebunden.

In Deutschland wartet man immer auf Freitag und Samstag um mal auszugehen. Sicher auch, weil man dann am nächsten Tag frei hat. Aber selbst wenn man unter der Woche freie Tage hat, ist man auf das Wochenende angewiesen.

Hier dagegen ist immer, völlig unabhängig vom Wochentag, etwas los.

Cool.

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