Luxusprobleme und Zwischenbilanz

Wir sind inzwischen wieder in Asien, genauer, in Kuala Lumpur angekommen.

Da von hier aus alle attraktiven Reiseziele mühelos und kostengünstig zu erreichen sind, haben wir uns wieder in unserem bereits bekannten Hotel in Stadtnähe einquartiert und hängen nun über dem Computer, um über die weitere Reise zu philosophieren, zu fantasieren und sie dann hoffentlich letztendlich zu planen und zu buchen.

Leider ist die Welt zu schön und am liebsten will man einfach alles machen und das am Besten auch noch kreuz und quer, gerade so, wie man eben Lust darauf hat.

Da wir aber unglücklicherweise keine Millionen gescheffelt haben und somit doch auf das Budget achten müssen, muss am Ende der Reiseweg irgendwie passen und leider, leider, im Rahmen des Budgets bleiben. Und so wirft man einfach mal ein paar Wünsche in den Raum, diskutiert das durch, ist zu dreiviertel mit der Planung fertig, als eine neue Idee kommt, woraufhin man das Ganze nochmal umwirft, um dann festzustellen, dass der neue Weg Flug- oder Hotel- oder Wetter-technisch keinen Sinn macht und man wieder neu ansetzt.

Dann jongliert man mit den Tagen, denn überall sind ja die erlaubten Aufenthaltstage irgendwie begrenzt, bei den einen großzügiger, bei den anderen etwas weniger.

Und so vergeht Zeit, viel Zeit. Es ist fast – meine ehemaligen Kollegen mögen mir diese ketzerische Äußerung verzeihen – wie ein Bürotag. Viel Recherche und wenn es gut läuft, am Ende eines „langen, harten, Arbeitstages“ 😜 endlich die Buchung der Flüge und wenn es dann ganz gut läuft, auch gleich noch die Buchung der Unterkunft.

So läuft das übrigens schon seit der gesamten Reise. Immer wieder schließen wir uns quasi für einen ganzen oder mehrere halbe Tage weg, um zu überlegen, abzustimmen und zu planen. Ja, ja, wir haben es schon nicht einfach….nix mit „Wir machen mal Monatelang Urlaub“, hier arbeitet und rechnet man auch die ganze Zeit 😉.

So…..an alle, die mir jetzt gern die Hände um die Gurgel legen möchten…. Ich weiß!

Ich weiß, dass es Luxusprobleme sind und dass es mir verdammt gut geht. 😊

Aber….an alle die sich das (wie ich vor dem Trip auch) gefragt haben, ob man denn nicht so langsam richtig tiefenentspannt ist bei so einer Menge Urlaub und ob einen so gar nichts mehr aus der Bahn werfen kann, dem kann ich sagen…..Nein, dem ist nicht so.

Ich war tatsächlich super entspannt nach den ersten 3,5 Wochen Thailand. Das war super traumhaft (trotz des vielen Regens) und hatte vermutlich damit zu tun, dass wir in Thailand selbst, nicht ganz so oft die Orte gewechselt haben. Erst Khao Lak, dann Ko Samui und dann Phuket war genau die richtige Anzahl von Ortswechseln und wir hatten immer Strand vor der Tür. Im Nachhinein denke ich, dass dies ein wichtiger Faktor war.

Danach kam Kuala Lumpur…und unsere gesundheitliche Einschränkung, die viel von der zuvor aufgebauten Kraft geraubt hat. Viel konnten wir in Kuala Lumpur nicht erleben, aber vielleicht haben wir dazu ja jetzt noch einmal die Gelegenheit.

Nach Kuala Lumpur waren wir in Singapur, eine Traumstadt mit einem Traumjahreswechsel und der Gelegenheit wieder am Strand zu entspannen. Wirklich, wirklich schön.

Der sich anschließende Road Trip an der Ostküste Australiens war toll. Toll, aber auch anstrengend. Jede, oder jede 2. Nacht das Bett zu wechseln ist zwar super, da man auf diese Weise eine ganze Menge entdecken kann, aber auch diese vielen neuen Unterkünfte müssen vorher gesucht, geplant und gebucht werden. Es war für uns insofern etwas aufwändiger, weil die Australier selbst gerade Ferienzeit hatten und somit nur noch eine begrenzte, bezahlbare Unterkunftauswahl zur Verfügung stand, was für uns einen höheren Recherche- und damit Zeitaufwand bedeutete. Dies ging uns dann leider von der „Genießen-Zeit“ verloren. Aber ich will mich nicht beklagen, wie oben geschrieben sind das echte Luxusprobleme und wir haben tolle Erfahrungen gemacht, die wir mitnehmen und bei einer Rückkehr nach Australien zeitsparend 😉 verwenden können. In Australien haben wir viele traumhafte Orte gesehen, nette (unerwartete verständlich sprechende) Australier kennengelernt und mit dem Auto den Luxus genossen, nichts packen zu müssen, sondern einfach nur „reinwerfen“ zu können.

Als Zwischenbilanz kann ich für mich festhalten, dass es toll ist, so viele verschiedene Dinge zu sehen und zu erleben, aber auch, dass Entspannung wohl nur dann eintritt, wenn man den Kopf abschalten kann. Wenn man aber permanent den nächsten Schritt überlegt, stellt sich dieses „Herunterfahren“ nicht ein. Dennoch, diese tollen verschiedenen Erlebnisse möchte ich nicht missen und würde im Ergebnis einen „Langzeit-Urlaub“ wieder ereignisreich planen.

Nach aktueller Planung verbleiben wir für unsere nächste Station in Malaysia. Wir fliegen auf die Insel Langkawi, von der wir Gutes gelesen haben. Ich bin gespannt, ob sie hält, was sie verspricht.

Für die, die das noch interessiert….Nein, es fühlt sich nicht so an, als wäre ich schon länger als üblich im Urlaub. Meinem Empfinden nach bin ich ca. 3 Wochen unterwegs und von mir aus, kann das noch eine Weile so weitergehen.

Habt ihr noch Lust, mitzukommen?

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