Khao Sok Nationalpark

Ein weiterer sehenswerter Nationalpark hier unweit von Khao Lak ist der Khao Sok Nationalpark, der sich in 2 Hauptgebiete unterteilt. So gibt es zum einen den Regenwald mit seinen Touren und Wasserfällen und zum anderen einen großen See. Da der Park so riesig ist, werden meist 2-Tagestouren, also inklusive Übernachtung angeboten und empfohlen. Leider reicht uns die Zeit dafür nicht aus, da wir schon den nächsten Ort ansteuern wollen, so dass wir uns für den Teil des Regenwaldes entschieden haben. Das liegt näher (der See ist einfach zu weit weg für eine 1-Tages-Tour) und wir haben dann doch zumindest etwas von dem Park gesehen.

Dort angekommen, zahlt man 300 THB (ca. 8 €) Eintritt pro Näschen, was gemessen an den sonstigen Preisen nicht wirklich günstig ist. Diese Preise gelten auch explizit nur für die Touristen.

Im Park drin, führen die ersten Schritte zum Besucher-Zentrum, in dem man uns erklärt, welche Punkte wir allein machen können und für welche „Sehenswürdigkeiten“ wir einen Guide bräuchten, da die Wege dann zu gefährlich würden, man viel klettern müsste und Absturzgefahr drohe. Ok, den Hals brechen müssen wir uns nicht und auch die Wege ohne Guide sind mehrere Kilometer lang, so dass wir den Tag wohl füllen können.

Es gibt 2 Wege, die wir allein machen können, die allerdings genau entgegengesetzt liegen. Der erste Weg führt nach rechts, soll ca 2 km lang sein und zu einem Aussichtspunkt führen. Diese 2 km müssten wir dann wieder zurück, um den Weg mit den Wasserfällen beginnen zu können, der alles in allem ca. 6 km lang ist – die wir ja dann auch wieder zurück müssen, um wieder zum Ausgang zu kommen.

Da wir Wasserfälle schon hatten, entscheiden wir uns dafür, mit dem Aussichtspunkt zu beginnen und dann zu entscheiden, wie weit wir den Wasserfallweg gehen wollen.

Also gesagt getan. Noch ein paar Fotos am Startpunkt und dann soll es los gehen.

Dann kommen plötzlich ein paar Thai-Mädels auf mich zu und winken und wedeln wie verrückt mit ihren Armen und geben mir zu verstehen, dass sie ein Foto mit MIR möchten.

Ach so…., denke ich….die eigentliche Attraktion in diesem Park bin also ich…. Naja, stimmt auch irgendwie….Ich bin ja nur furchtbar selten in diesen Gefilden anzutreffen, da war das schon was ganz Besonderes… 🙂

Und los geht‘ s. Es fängt….oh je…mit Stufen an, geht dann aber wieder in den typischen Waldtrampelpfad über.

Während ich so durch den Regenwald streife, gehen mir 2 Dinge durch den Kopf….

1. Ich bin viel besser vorbereitet als das letzte Mal. Ich habe eine große Flasche Wasser gleich in der Hand, denn es ist verdammt warm und die Luftfeuchtigkeit bewegt sich mit Sicherheit um die 80 %. So kann ich alles, was ich so über die Haut verliere, gleich wieder nachfüllen.

2. Das Buschwerk ist zum Teil ziemlich dicht. In Deutschland würde ich mir jetzt Gedanken über die drohende Gefahr von Zecken machen. Aber Zecken gibt es hier ganz sicher nicht.

….in regelmäßigen Abständen stehen an der Seite Informationstafeln bereit, die über die vorhandene Flora und Fauna berichten. Über Zecken steht da nix. Na also! Kein Problem.

Was macht da schon die Info, dass es hier Blutegel gibt….

…waaaaaaaaaaas?????? Naja, zumindest bemerkt man die gleich! Auch ein Trost.

Und weiter geht’s. Immer hübsch steil nach oben. Ich bin schon ganz gespannt auf die Aussicht. Der Weg führt am „500 m – Schild“ vorbei….. Waaaas, das waren nie und nimmer nur 500 m ! Die schwindeln hier eindeutig! Egal, ich pruste, ich pumpe, ich schwitze….und sehe mich neuen Herausforderungen gegenüber. Ob die Brücke hält ??? So insgesamt schaut es auch so aus, als hat sich von den Parkbetreibern die Route lange niemand mehr angesehen…

Drüben angekommen, beginnt das eigentliche Grauen! TREPPEN!

Und nochmal Treppen, weitere Treppen, wieder eine und noch eine und, hatte ich es schon erwähnt, eine Treppe…

Das macht mir aber alles nix. Ich habe diesem Berg den Kampf angesagt und habe vor, diesen Kampf zu gewinnen.

Und dann….bin ich da. Ganz oben. Weiter geht es nicht. Es führt nur ein Weg hinüber zu einer – wie sollte es anders sein – Treppe……die BergAB ! führt.

…..äh….Aussicht? Ähm….ja, Wald um mich ringsherum. Das war es. Kein Atemberaubender Blick sondern Stämme, Blätter….und Elefantendung. Kein Witz! Ich habe keine Ahnung, wie der hier hoch gekommen sein soll.

Naja, kurz mit den Schultern gezuckt, gestreckt und für den Abstieg gewappnet. Treeeeeppeeeeen….

…und weitere baufällige Brücken natürlich. Und dann war ich unten…und hatte einen tollen Blick.

….ich Drops! Hätte ich auch einfacher haben können…

Ok. Jetzt die Wasserfallroute! Jetzt will ich es wissen. Ich lass mich doch von so einem lächerlichen Berg nicht kleinkriegen!

Komisch….für diesen Weg muss man sich in ein Buch ein- und dann auch wieder austragen. Das macht ja durchaus Sinn. So wissen sie wenigstens wie viele Leute nicht zurück gekehrt sind und dass man sie evt. mal suchen sollte.

…auf unserer ersten Tour – auf der wir völlig allein waren – hat das keinen interessiert.

Die ersten Schritte zeigen….Das hier wird ein Kinderspiel im Vergleich zu dem gerade Geleisteten.

Und schon bald haben wir den ersten Stopp erreicht.

Es ist etwas enttäuschend, also gehen wir weiter. Wir wissen aber bereits, dass die Zeit schon zu weit fortgeschritten ist, um noch viel weiter und dann den ganzen Weg wieder zurückzugehen. Wir beschließen daher, uns an Station 2 etwas zu erfrischen, auszuruhen und dann langsam den Heimweg anzutreten.

Und als wir dann zurück gehen, wird es plötzlich niedlich…überall kleine Äffchen, die von den Bäumen runter kommen. Fast den ganzen Weg entlang zurück.

Am Besten gefällt mir, dass ich weiß, sie sind frei. Kein Zaun, kein Gebäude und es ist ihre Entscheidung, wo im Regenwald sie sich bewegen. Schön.

Als wir an unserem Startpunkt wieder ankommen….ist das Buch weg! Die haben Feierabend gemacht! (Aaaaach….sind doch nur Touristen…immerhin haben sie ja schon bezahlt….)

Wozu sie dann das Buch auslegen, frage ich mich….naja, zu statistischen Zwecken reicht es auch. (Woher kommen wie viele zu welcher Zeit…)

Am Ausgang werden wir wieder mit einem Minibus abgeholt und zurück zum Hotel gefahren. Jetzt haben wir uns aber ein tolles Essen verdient!

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