Endlich….ein neues Abenteuer

Es geht wieder los. 

Ein neues Abenteuer. 

Ein neues Land. 

Neue Eindrücke.

Ich kann es kaum abwarten.  ?

Und nachdem es heute seit den frühen Morgenstunden ein Paradebeispiel für einen richtigen Herbststurm mit ausgiebigen Regen gibt…., nix wie weg.

Da heute Sonntag ist, muss natürlich ausgeschlafen werden. Das neue Abenteuer erlaubt das auch, denn es geht erst am Abend los.
Ein Blick nach draußen verrät, heute verpasse ich hier nichts. Und so plätschert der Tag dahin, ganz in Ruhe. Gepackt ist alles schon, so dass Zeit für Vorfreude ist.

Gegen 6 Uhr abends geht es dann los. Die Fahrt zum Flughafen ist unspektakulär. Ich finde einen super Parkplatz und der Bus zum Terminal kommt, kaum, dass ich mich an die Bushaltestelle gestellt habe. Ein bisschen anstehen zum Einchecken, nochmal etwas in der Reihe warten für den Sicherheits-Check, danach durch die automatische Passkontrolle und da bin ich schon am Gate.

Die Maschine ist schon da, viele Passagiere sind es ebenfalls und das einzige Manko….für alle gibt es nur eine Futter-und Kaffeestelle. Also nochmal angestellt und die Koffeindosis abgegriffen ?.

Endziel der heutigen Reise: Ho Chi Minh Stadt.

Zwischenstation: Dubai. Allerdings nur für 3 Stunden zum Umsteigen. Da bleibt leider keine Zeit irgendetwas zu sehen.

Der Flieger für die erste Teilstrecke, ein A380 von Emirates, sieht toll aus. Seltsam, dass der gleiche Flieger bei unterschiedlichen Gesellschaften so abweichen kann. Es ist nicht unbedingt mehr Platz, es ist einfach das Farbschema, das alles gleich viel heller und freundlicher aussehen lässt.


Mein Highlight…der Sternenhimmel in der abgedunkelten Kabine ?

Die Flugzeit mit 5h 15 min war ruck zuck rum. 1 Essen, 1 Film, 1 x Augen ausruhen…. Dubai.


Der Flughafen in Dubai ist toll. Alles ist hell, freundlich, sehr sauber und riesig groß. 

Die nächste Teilstrecke absolviere ich in einer Boeing 777-300. Der Vogel ist schon etwas abgewohnt, aber die Beinfreiheit passt. Das Entertainmentangebot ist auch mehr als ausreichend, nur der viel gelobte Service von Emirates wurde meinen hohen Erwartungen nicht gerecht. Ich habe schon so viel Gutes über Emirates gehört und war gespannt wie ein Flitzebogen, wie die sich wohl von den anderen Fluggesellschaften abheben. Das Personal ist freundlich keine Frage. Es werden auf den Flügen auch zwischen 12 und 16 Sprachen gesprochen, so dass wohl die Bedürfnisse eines jeden Gastes abgedeckt werden können….und doch…..muss ich anmerken, dass dies und die schicke Ausstattung des A380 die einzigen Unterscheidungsmerkmale sind. Der Service war auf Flügen von Quatar, Delta, Lufthansa und einigen anderen nicht nur gleichwertig sondern sogar besser. Auf diesen beiden nun gerade wahrgenommenen Flügen war es auffällig, dass Getränke eher sparsam verteilt wurden. Das kenne ich so nicht. Grundsätzlich geht die Besatzung permanent durch die Reihen und bietet Wasser und Säfte an. Hier war das leider selten und ich habe mir das Wasser nur durch Direktansprachen und Selbstabholung organisieren können. Das ist nicht schlimm. Nur überraschend. Ach halt…eine wichtige Sache fehlt noch. Ich muss zugeben, dass ich auf der Strecke von Dubai nach Ho Chi Minh, das beste Essen bisher in einem Flieger hatte. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. ?

Auf dem Weg nach Ho Chi Minh werden im Flieger gelbe DIN A4 Zettel ausgeteilt. Aha, denke ich, wie auf dem Weg  nach Amerika, hier geht es sicher um den Zoll. Ha! Denkste! Es geht um die eigene Gesundheit. Ob man erst kürzlich beim Arzt war, z.B.. Und ob man die auf dem Zettel aufgelisteten Symptome jetzt hat oder erst kürzlich hatte. Mit dabei die üblichen Wehwehchen wie Kopfschmerzen,  Husten, Schnupfen. Das kannte ich in der Art auch noch nicht.

Angekommen am Flughafen dauert es eine ganze Weile, also eine wirklich lange Weile, bis die Koffer kommen. Doch dann tritt man raus aus dem Flughafengebäude und wird nach 20 Uhr noch mit herrlichen 30 ° Grad Celsius empfangen. Ich bin im Himmel. 
….naja, zumindest bis ich keine halbe Stunde später mein erstes Lehrgeld zahle. Da macht man sich schon die Mühe im Vorhinein rauszusuchen, welche Taxen die Offiziellen sind und was so eine Taxifahrt kosten darf und fällt dann trotzdem rein. Ärgerlich. Ich wusste, dass eines der beiden offiziellen Taxi-Unternehmen „Vinasun“ heißt. Am Taxistand draußen waren auch viele dieses Unternehmens. Am Taxistand war dann nochmal eine Dame, die ich fragte, ob das „Vinasun“-Taxen seien und ob es sich hierbei um die offiziellen Taxi-Unternehmen handelt. Es wurde alles bejaht und ich wurde zum nächsten freien Taxi geführt. Es wurde geklärt wohin es geht und das der Betrag via Taxameter ermittelt wird. Soweit so gut. Der Taxifahrer brachte mich nicht ganz vor das Hotel. Grund hierfür war eine Baustelle. Im Nachhinein denke ich, dass das Hotelpersonal klärend eingegriffen hätte. Denn plötzlich kamen zu dem Taxameter-Betrag, der durchaus üblich war, noch die Flughafengebühren hinzu, die von mir entrichtet werden sollten. Nach langem hin und her zahlte ich ihm einen Teilbetrag dessen, was er wollte – nicht alles mit Verweis darauf, dass ich ja nun noch laufen müsste…..und hätte nach Recherche und Nachfrage beim Hotelzimmer nur den Betrag des Taxameter zahlen müssen. So habe ich am Ende 5 € drauf gelegt. Hrmpf. Und das Taxi hatte zwar etwas mit „vina“ drauf stehen, war aber am Ende nicht von „Vinasun“. Man weiß es ja eigentlich, dass man als neu ankommender Tourist ein beliebtes und leichtes Opfer ist. Um so ärgerlicher, wenn es trotz Vorbereitung schief läuft. Nicht mehr zu ändern, aber ärgerlich.
Da dass Hotel nah am Geschehen dran ist, muss ich natürlich noch eine kleine Runde drehen. Ein paar Eindrücke von einer vollen Stadt, in der die Bewohner sich aufgrund der Temperaturen draußen aufhalten können und wollen und jeder Menge Mopeds kann ich noch sammeln. 


Doch inzwischen ist es hier schon Dienstag, halb 2 Uhr morgens und jetzt bin ich ehrlich müde. Ich hole mir jetzt eine Mütze Schlaf und bin gespannt, wie diese Stadt bei Tageslicht aussieht.

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