Frankfurt am Main

Es ist mal wieder an der Zeit rauszukommen.

Die ersten kalten und trüben Wochen haben mich bereits auf die Couch geworfen. Dort einfach liegen bleiben? So geht das nicht weiter. Also Hintern hoch und weg fahren. Irgendwohin, wo es schön ist. In eine Stadt. Mit vielen Menschen.

…Frankfurt am Main !

Also kurz überlegt und ins Auto gehüpft und wie als Belohnung für meinen plötzlichen Aufschwung, wandelt sich das Wetter. Die Sonne kommt raus und richtig warm soll es außerdem werden. Dann kann es ja los gehen.

Schon die „Einfahrt“ in die Bankenmetropole ruft Bauchkribbeln hervor. Blauer Himmel, der Main, die Hochhäuser, und wegen des schönen Wetters Menschen über Menschen.

Kaum angekommen, lenken mich meine Schritte, wie immer, zuerst zum Wasser. Nur durch ein paar Straßen, am Hauptbahnhof vorbei und schon steht man am Flussufer. Ich liebe diese Städte, die ihren Fluss wirklich nutzen.

Man findet hier nicht nur Schifffahrt, Restaurants und Liegewiesen. Die Leute rudern, nutzen ihre Motorboote oder frönen dem in Mode gekommenen SUP (Stand Up Paddling). Ein Träumchen.

Auf der anderen Uferseite packt gerade einer der (nach meinem Eindruck) längsten Flohmärkte seine Sachen zusammen.

Über die nächste Brücke geht es dann Richtung Stadtzentrum. Vorbei an tollen Häusern, deren Gegensätze ich einfach nur faszinierend finde. Und überall spiegelt sich die Stadt, was sie noch größer und kontrastreicher erscheinen lässt.

Der Weg führt unweigerlich zur Zeil, der großen Einkaufsstraße. Hier ist es so voll und so viele unterschiedliche, interessante Menschen sind unterwegs, rechts und links passiert immer etwas Neues…ich komme mir vor, wie ein Kind in der Werkstatt des Weihnachtsmanns. ….und dann passiert es….ich höre ein paar Töne und bin nun vollkommen verzückt…. Romantik mitten in der Einkaufsstraße der Frankfurter City…

Romantik in Frankfurt am Main

Ach wie schön.

Kaum verkraftet, treffen schon die nächsten interessanten Töne an mein Ohr. Moment, das muss ich mir anschauen…ein Schlagzeuger? Hm, von hinten sieht die Statur des Drummers aber eher nach einer Frau aus? Typisch Vorurteile! Hört man ein Schlagzeug, denkt man automatisch an einen Mann und ist verwundert, wenn eine Frau das ebenfalls hin bekommt. Ich musste drumrum gehen…es spielte eine Frau…und wie sie spielte!

Beeindruckende Drummer Lady

Ein Wahnsinn. Das war definitiv eine Gage wert!

Weiter ging es an der Börse vorbei Richtung Freßgass und Oper und so langsam ging die Sonne unter.

Nach einem Päuschen vom Spaziergang musste ich natürlich nochmal raus. Auch wenn ich mir Frankfurt etwas beleuchteter und angestrahlter vorgestellt hätte, ist es dennoch beeindruckend. Die Stadt lebt auch noch nach dem Einbruch der Dunkelheit. Was mir an dieser Stadt gefällt ist, dass es alle Arten von Typen gibt. Die Betuchten, die Normalos, die Künstler und die, die irgendwie in einer anderen Welt zu leben scheinen. Aber nichts wirkt aufgesetzt. Es ist eben einfach Frankfurt….und hat ganz viel Flair.

Ich liebe diese Stadt. Sie ist lebendig, international, bietet Optionen und macht einfach Spaß. Seinen Abschluss fand dieser tolle Tag in einer netten kleinen Bar mit guter Musik und ins Bett gefallen bin ich natürlich ebenfalls in Frankfurt.

Es war ein großartiger Tag.

 

One thought on “Frankfurt am Main

  1. Wie immer ein ganz toller, lebendiger Bericht, der Lust auf die Stadt macht.
    Vielen Dank, dass du mich auf deinen Städtetrip“mitgenommen“ hast.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.