Das Haar in der Suppe

Oh je…Ich getraue es mir gar nicht zu schreiben…

Da ist man so privilegiert, kann diese tollen Reisen an diese paradiesischen Orte unternehmen und doch gibt’s was zu nörgeln. (Vielleicht überspringt ihr den Part besser, ich hab auch schon ein ganz schlechtes Gewissen)

Um aber die Geschichte vollständig zu erzählen, es ist wie folgt…. Hier weht ganztägig Wind. Kein laues Lüftchen, sondern doch ziemlich starker und kalter Wind. In der Sonne führt das dazu, dass man sie nicht brennen spürt (überhaupt gar nicht) und im Schatten friert man. Bei meinem gestrigen Strandbesuch wehte der Wind auch. Gefühlt den ganzen Tag auf den Kopf. Irgendwann nervt es. Am Abend beim Essen pustet mir dann die ganze Zeit ein Ventilator Luft entgegen. Da er genau über mir hing, wieder auf den Kopf. Irgendwann war es zu viel. Ich hatte Kopfschmerzen. Bevor ich ins Bett bin habe ich noch eine Schmerztablette genommen. An diesem Morgen bin ich wach geworden und hatte immernoch einen riesigen Kopf. Inzwischen wusste ich nicht mehr, ob es wirklich am Wind oder nicht doch an der Sonne gelegen hat. Denn übel war mir auch. Ich habe mir eigentlich keinen Sonnenbrand geholt, ich hatte mich ja vorschriftsmäßig eingecremt. Eigentlich. Meine Ohren hatte ich beim Eincremen vergessen. Und so sahen sie aus und fühlten sich auch so an. Als ob ich einen Satz heiße Ohren bekommen hätte. Oder zwei. Total rot und sie glühten. Vielleicht doch ein Sonnenstich? Ich hatte natürlich auch zu wenig getrunken… Ja,  ja, ich höre die Schelte schon bis hierher ? Und ja, Mama, du hast recht, da gehört was auf den Kopf. Ich habe zwar noch nie was gebraucht, aber so ist das wenn man älter wird, man steckt nichts mehr weg. Also hab ich mir tatsächlich ein Mützchen gekauft.

Und weiter konnte es gehen…mit dem Strand. Heute mal ohne Busfahren,  quasi vor der Tür. Eigentlich sollte es ja ein Beach Club werden, so wie ich das aus Griechenland kenne. Die haben hier auch so etwas. Nur bei den Preisen kippst du aus den Latschen. 25 € / Person für eine Liege und Schirm oder 50 € / Person für Liege, Schirm, Zugang zum Pool und etwas zu Essen. Nö. Danke.

Etwas weiter konnte man einen Plastikstuhl und einen Schirm mieten. Für 2 Personen 10 €. Billiger ja, dafür aber auf einem harten Stuhl sitzen? Nein. Das Problem war, ich brauchte Schatten. Da es aber am Strand keinen gibt, brauchte ich einen Schirm.

Das Unschöne hier ist, dass die Hotelburgen jeden Strandabschnitt vor ihrem Hotel mit ihren eigenen Liegen ausstatten und dann jeden vertreiben, der dort liegen möchte.

Bei den nächsten Liegen, die da rumstanden einfach nochmal gefragt, ob man die benutzen darf und sieh an, für umgerechnet 15 € (die schnell in der Tasche verschwunden sind) für 2 Personen, konnten die Liegen genutzt werden.  Ich will euch jetzt nicht verschweigen, dass es doch zu kleineren Problemen kam, als der Schichtwechsel des Security-Personal am späteren Nachmittag stattfand. So kam von dem neuen Personal natürlich die Frage nach dem Armbändchen, das mich als Gast des Hotels auswies. Da ich es selbstverständlich nicht hatte, wollte man, dass ich sofort die Liege verließ. Eine Erklärung, dass ich Geld gezahlt hätte, ließen die Jungs nicht gelten. Also schlug ich vor, sie mögen mir das Geld zurück zahlen. Wollten sie natürlich nicht. Die Vormittagsschicht hatte das ja in die eigene Tasche gesteckt. Also nächster Vorschlag, sie sollen ihren Boss holen. Sie hätten keinen. Wie, keinen Chef, naja, den Hotel Manager gibt es bestimmt, dann sollen sie den holen. Nein. Ich solle gehen. Das reichte dann. Entweder sie lassen mich in Ruhe, oder ich gehe zum Hotel Manager. Ich habe Geld dafür gezahlt, dass ich hier liege. Wenn die Liegen nicht verkauft werden dürfen, wäre das eher zu deren Schaden als zu meinem.

Sie sind gegangen.

Da es aber eh schon fortgeschrittene Stunde war, bin ich bald darauf sowieso gegangen. Hier ein paar Eindrücke vom Strandtag.

Dann noch ein wenig am Strand lang gebummelt…

…aha…heiraten kann man hier also auch…

…bin ich quasi bis ans Ende der Hotelmeile gelaufen.

Ist das nicht traumhaft?

Am Abend war „Essen gehen“ angesagt, also ein bisschen aufgehübscht und losgezogen. Hier in Cancun gibt es einen eher übersichtlichen Touristenbereich, aber der hat es insich. Man kommt sich hier leicht wie in Thailand vor. Jedes „Lokal“ versucht die Musik noch lauter zu drehen als der Nachbar. Vorn am Straßenbereich tanzen die leichtbekleideten Mädels um die Gäste anzulocken und alles ist bunt und neon.

Im Moment ist hier alles auf die Springbreakers eingerichtet, somit auch die Preise. Es ist unglaublich teuer aber zumindest für die Amerikaner alles sehr einfach gemacht. Der Dollar ist gerne gesehen und somit wird auch alles in Dollar-Preisen angegeben. Die Bankautomaten spucken auch Dollar aus und die Preise sind so gestaltet, dass es günstiger ist in US-Dollar zu zahlen als in Mexikanischen Pesos.
Wenn man hier durchläuft, wird man auch von jedem angesprochen. Egal ob Tourenanbieter, Souvenirverkäufer oder Gastronom, jeder will verkaufen.

So bin ich dann auch in einem doch ganz netten Lokal gelandet.

Da es Samstag Abend ist, sind die Straßen voll. Nicht nur die ganzen Touristen auch die Einheimischen tummeln sich hier in der Vergnügungszone.

Für mich heißt es aber Feierabend. Morgen muss ich auschecken und dann geht es nach Playa del Carmen. Ich bin gespannt.

2 thoughts on “Das Haar in der Suppe

  1. super schöne Fotos und ein herrlicher Strand ! Die Gebühren für die Liegestühle sind natürlich der Hammer !!! Ich glaube aber es gibt bestimmt welche die diese Summe bezahlen , was willst auch machen wenn man Schatten braucht ! VG Manni

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.